Was Sie beim E-Mail-Marketing beachten sollten

E-Mail-Marketing ist eine Alternative zu aufwendigen TV-Werbespots und kostenintensiven Online-Werbeanzeigen. Informationen zu neuen Produkten, Dienstleistungsangeboten oder anderen Bekanntmachungen im Rahmen des eigenen Marketings können per E-Mail an Interessenten gesendet werden. Das Team von medialeitwerk erklärt, worauf beim E-Mail-Marketing geachtet werden sollte.

Vorteile des E-Mail-Marketings

92 % aller Personen nutzen E-Mails zur Kommunukation, 61 % davon sogar täglich. Das Potenzial hinter diesen Zahlen darf nicht übersehen werden, schließlich sind all diese nutzer potenzielle Empfänger Ihrer Werbung.

Probleme beim E-Mail-Marketing

Kommunikation per E-Mail könnte so schön sein, wenn da nicht die Sache mit den Spam-Emails wäre. Ohne installierten Spamfilter würde jedes E-Mail-Postfach hoffnungslos überflutet werden. Werbeähnliche E-Mails, die im Massenverfahren verschickt werden, könnten daher leicht in dieses Erkennungsmuster fallen. Weil E-Mails im betrieblichen Umfeld zum Alltag gehören, sinkt die Aufmerksamkeit antiproportional zu der Zahl der täglich empfangenen E-Mails. Daher ist umso wichtiger, personalisierte E-Mails zu senden, die die Aufmerksamkeit des Empfängers in Sekundenbruchteilen auf sich zieht.

Definition

E-Mail-Marketing könnte mit dem Empfang von Newslettern gleichgesetzt werden – allerdings ist der Begriff Newsletter nicht spezifisch genug. Ein Newsletter ist eine regelmäßig erscheinende E-Mail, die analog zur Zeitung neue Informationen zum sendenen Unternehmen, dessen Produkt oder Dienstleistung informiert. Professionelles E-Mail-Marketing dagegen zielt auf die Steigerung des Umsatzes ab und unterscheidet sich somit vom Charakter des Verbreitens unrelevanter Neuigkeiten.

Rechtliche Aspekte

Ähnlich wie beim Telefonmarketing ist es unzulässig, Ihre Kunden ungefragt mit Werbemails zu bombardieren. Dies ist, grob zusammengefasst, nur dann zugelassen, wenn die Personen mittels Opt-In-Verfahren dem Emfang dieser E-Mails zugestimmt haben. Zusätzlich muss den Empfängern stets die Möglichkeit geboten werden, die E-Mails abzubestellen Da wir an dieser Stelle keine Rechtsberatung geben, sollten Sie alle rechtlichen Aspekte mit Ihrem Rechtsanwalt abstimmen.

Erstellen Sie eine Empfängerliste

Alle Interessenten, die dem Empfang Ihrer Marketing-E-Mails zustimmen, sollten in einer Liste gepflegt werden. Festzuhalten ist neben der E-Mail-Adresse vor Allem auch der Vor- und Nachname sowie Opt-In-Zeit des Empfängers. Warum diese Parameter auch im technischen Rahmen wichtig sind, lesen Sie weiter unten.

Machen Sie es Ihren Website-Besuchern schmackhaft

Ein trostloser „Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein“-Block auf Ihrer Internetseite bewirkt vermutlich keine allzu schnell wachsende Teilnehmerzahl Ihrer Liste. Da jeder Internetnutzer Werbung so gut es geht vermeiden möchte, muss Ihr Anliegen etwas interesanter klingen. Verbinden Sie die Teilnahme am E-Mail-Marketing mit einem kostenlosen Download, einem exklusiven Angebot oder Rabatten in Ihrem Shop. Dieser Mehrwert wird die Hemmschwelle Ihrer Webseitenbesucher stark absenken.

Einstellungsmöglichkeiten des Empfängers

Bieten Sie Ihren Empfängern die Möglichkeit, den Newsletter abzubestellen. Andernfalls wird die Negativeinstellung zu Ihrem Unternehmen mit jeder empfangenen E-Mail wachsen – dies ist sicherlich nicht Ihr Ziel.

Zusätzlich ist eine kleine Verwaltungsoberfläche für Ihre E-Mail-Empfänger vorteilhaft – diese könnte die Möglichkeit bieten, den Namen oder die E-Mail-Adresse zu ändern. Warum ist dies wichtig?

Aktuelle Daten sind enorm wichtig beim E-Mail-Marketing. Trägt ein Interessent versehentlich seinen falschen Namen ein oder wechselt er in Zukunft seine primäre E-Mail-Adresse, ist die  Vorgabe, stets aktuelle Daten zu besitzen, nicht mehr zu erfüllen – welcher Empfänger kommt schon proaktiv auf Sie zu, um Ihnen neue personelle Daten mitzuteilen? Stattdessen könnten diese Informationen per Unique-Link im Footer jeder Marketing-Mail zu sehen sein.

Die Wahl der richtigen Veröffentlichungs-Frequenz

Wie häufig möchten Sie die E-Mails an Ihre Empfänger senden? Eine zu häufige E-Mail kann dazu führen, dass der Lesende sich schnell genervt fühlt und ihre E-Mails abbestellt. Senden Sie zu selten E-Mails, steigt die Wahrscheinlichkeit, in der Versenkung unterzugehen. Untersuchungen zufolge steigt die Käuferzahl bei einer Anzahl von vier E-Mails monatlich – im Vergleich zu nur einer E-Mail monatlich.

Achten Sie auch darauf, den Intervall möglichst gleichbleibend zu halten – So wissen Ihre Empfänger, was Sie von Ihnen erwarten können, was die Chancen erhöht, das Interesse an Ihren Nachrichten zu bewahren.

Analysieren Sie die Erfolgsquote Ihrer Werbe-Emails

Es gibt drei Messungen, die beim E-Mail-Marketing relevant sind:

Öffnungsrate / Open rate

Die Öffnungsrate misst, wie viele Ihrer Empfänger diese E-Mail überhaupt gelesen haben.  Ein Wert von über 30 % ist dabei bereits ein guter Wert.

Klicks / Click rate

Die Anzahl der Klicks zeigt auf, wie hoch der Anteil der Empfänger ist, die von der E-Mail aus auf einen Button oder einen Link geklickt haben, der zu Ihrer Internetseite führt (beispielsweise ein Angebot aus Ihrem Shop). Eine Klickrate von über 5 Prozent ist dabei ein gutes Ergebnis.

Abmeldungen / Unsubscribes

Messen Sie auch, wie hoch der Anteil der Personen ist, die Ihren Newsletter abbestellen. Eine hohe Abmeldungsrate ist ein sicheres Indiz für nicht-relevanten Inhalt.

Wählen Sie einen geeigneten Betreff

Ähnlich wie bei dem Titel eines Zeitungsartikels oder eines Blogbeitrages bietet nur der E-Mail-Betreff die Möglichkeit, den Empfänger zum Anklicken bzw. Lesen dieser E-Mail zu überzeugen. Ein Betreff wie „Newsletter 02/2017“ ist daher keine gute Wahl. Wie Sie passende Überschriften wählen, haben wir in diesem Beitrag für Sie beschrieben.

Technische Aspekte

Kompatibilität

E-Mail-Clienten wie Outlook sind – übertrieben gesagt – technisch auf einem Stand vom 1999. Genauer gesagt wird ein Großteil der HTML- und CSS-Anweisungen Ihrer Marketingmail rausgefiltert. Der Grund dafür ist einerseits in der Unterstützung nur altmodischer Webstandards zu suchen, andererseits möchten E-Mail-Programme auch in den E-Mail-Inhalten ihr eigenes Branding nutzen – so werden beispielsweise individuelle Textformatierungen nicht immer dargestellt.

Versendung der Marketing-Mails

Ohne Grunderfahrung sollten Sie tunlichst vermeiden, Ihre Marketingmails an einen größeren Empängerkreis  zu senden. Wenn Sie mehr als 50 Empfänger auf Einmal anschreiben, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass E-Mail-Anbieter Ihre Absenderadresse als Spamverteiler ansehen, was zur Folge hat, dass Ihre Adresse in eine Blacklist aufgenommen wird. Außerdem sollten Sie genau wissen, was die Empfängertypen „Carbon Copy“ bzw. „Blind Carbon Copy“ bedeuten.

Es gibt Drittanbieter wie MailChimp, die Ihnen die technischen Hürden abnehmen. Bei einer geringen Teilnehmerzahl bieten diese Drittanbieter oftmals auch kostenfreie Lösungen an.

Fazit

Professionelles E-Mail-Marketing birgt ein großes Potenzial – es müssen nur einige wichtige Punkte beachtet werden, um nicht ins Hintertreffen zu geraten. Gerne berät Sie das Team von medialeitwerk auch dazu.

 

 

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