Negative Ranking-Faktoren, Teil 1: So vermeiden Sie eine Google-Abwertung

Wenn man im Bezug auf die Suchmaschinenoptimierung von Ranking-Faktor spricht, ist damit die Gewichtung oder Bewertung einer Maßnahme gemeint, die für ein besseres Ranking bei Suchmaschinen wie Google sorgt. Maßnahmen mit einem kleinen Ranking-Faktor wirken sich nur minimal auf die Platzierung in den Suchergebnissen aus, und andersherum.

Was Einsteiger in der Suchmaschinenoptimierung oft nicht beachten ist die Tatsache, dass es auch negative Ranking-Faktoren gibt. Das bedeutet, es gibt Maßnahmen, die das Ranking Ihrer Internetseite schädigen.

Das Team von medialeitwerk erläutert in diesem Artikel, worauf Sie achten müssen. Unterschieden wird generell zwischen negativen Onpage- und negativen Offpage-Faktoren, wobei die Offpage-Faktoren jene sind, die nicht direkt auf Ihrer Internetseite basieren.

In diesem Teil betrachten wir die Offpage-Faktoren im Detail. Die meisten Offpage-Negativkriterien beziehen sich auf Backlinks beziehungsweise das Linkbuilding allgemein.

Negative Offpage-Rankingfaktoren

Viele Backlinks vom eigenen Server

Backlinks sind bei der Suchmaschinenoptimierung ein wichtiges Thema. Einige Webseitenbetreiber versuchen, viele Domains zu erwerben, eine einfache Internetseite auf diesen zu schalten und miteinander verlinkt. Dieses sogenannte Cross-Site-Linking wird von Google erkannt und bestraft. Um herauszufinden, ob die Links alle vom gleichen Urheber stammen, hat Google verschiedene Möglichkeiten, die Website-Angebote miteinander zu vergleichen:

  • Domain-Namensraum
  • IP-Adresse
  • WHOIS-Daten der Domain
  • Ähnlichkeit bei dem Design oder der Codestruktur

Schlechte Qualität von referenzierenden Seiten

Viele Backlinks auf Ihre Website sind gut – allerdings gilt das nur eingeschränkt. Stellt Google fest, dass Sie versuchen, Ihre Backlinkzahl künstlich zu erhöhen, folgt eine Abstrafung. So wird etwa verfolgt, ob die referenzierenden Seiten als Linkfarm gelten (vereinfacht gesagt sind das Webseiten, die hunderte von Backlinks auf Drittanbieter-Seiten enthalten). Daraus wird geschlussfolgert: Es zählt nicht allein die Quantität der Backlinks, sondern vor Allem die Qualität der Webseiten, die Ihre Seite verlinken.

Google selbst dazu nutzt den Begriff Bad Neighbourhood (dt.: schlechte Nachbarschaft), und beschreibt damit die Wertung der Webseiten, die auf Ihre Seite verlinken.

Mangelhafte Sicherheit / Spam

Wurde Ihre Website von Angreifern dazu benutzt, Spam zu verschicken oder Schadcode zu verbreiten, wird Google Ihre Internetseite manuell abstrafen. Selbst wenn Sie den Schaden schnell beheben, kann es mehrere Monate dauern, bis die Website wieder ihre alte Reputation erhält. Tipp: Prüfen Sie regelmäßig die Hinweise der Google Webmaster Tools, um den Schaden zu minimieren.

Identische Linktexte

Wie oben bereits genannt, zählt nicht allein die Quantität der Backlinks. Sie sollten bei dem Setzen von Links auf Ihre Seite darauf achten, dem Thema ähnelnde, aber dennoch nicht identische Linktexte zu verwenden. Google führte dieses Bewertungskriterium mit dem Penguin-Update ein und soll verhindern, dass mit dem kontrollierten Setzen von Backlinks Manipulation betrieben wird.

Zu viele Links auf der Webseite

Sie sollten darauf achten, eine natürliche Zahl von Links auf Ihrer Internetseite zu platzieren. Gerne nutzen Seitenbetreiber den Footer, um dort Links zu platzieren, die dem Besucher nicht primär auffallen dürfen. Sind dies zu viele Links, kann dies zu einer Abstrafung führen.

Gegenseitige Verlinkung

Seiten, die gegenseitig verlinkt sind, stellen eine unnatürliche Art des Linkaufkommens dar. Google stuft dies daher negativ ein. Vermeiden Sie also nach Möglichkeit sogenannte Linkpartnerschaften.

Schlechte Bewertung bei lokalen Bewertungsdienstleistern

Wird Ihre Dienstleistung bzw. Ihre Produktpalette von Ihren Kunden geschätzt, ist eine positive Meinungsgebung zu erwarten. Wenn Sie jedoch negative Rezensionen erhalten, wird Google dies dazu veranlassen, Ihre Seite schlechte zu bewerten als vergleichbare Mitbewerber.

Kurze Aufenthaltszeit

Google ist in der Lage, die Aufenthaltszeit eines Besuchers auf Ihrer Internetseite zu messen. Ist diese in der Quintessenz überdurchschnittlich gering, kann dies ein Anzeichen für eine geringe Webseiten-Qualität, Spam, Werbung oder technische Fehler sein. Google wertet Ihre Seite daher ab.

Fazit

Die Offpage-Faktoren, die Ihr Ranking negativ beeinflussen, sind verständlich und nachvollziehbar. Google kann seine Marktposition nur dann halten und ausbauen, wenn dem Suchenden ein qualitatives Suchergebnis geliefert wird. Manipulationsversuche werden von Google schnell erkannt und abgestraft.

Dennoch kann ein Seitenbetreiber, der nichts Böses im Sinn hat, versehentlich einer dieser negativen Rankingfaktoren „mitnehmen“. Kontrollieren Sie daher alle oben aufgeführten Faktoren.

Im nächsten Teil beleuchten wir die negativen Onpage-Rankingfaktoren. Dort geht es um Bewerungskriterien, die sich sowohl technisch als auch inhaltlich auf Ihre Internetseite beziehen.

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