In welchen sozialen Netzwerken sollte ein Unternehmen vertreten sein?

Die Teilnahme an soziale Netzwerken werden kontrovers diskutiert. Während einige Meinungen zu der Ansicht tendieren, man solle an sozialen Netzwerken überhaupt nicht teilnehmen, sprechen sich andere Verantwortliche dafür aus, auf möglichst allen Netzwerken vertreten zu sein. Am Beispiel von medialeitwerk erläutern wir, warum man diese Fragestellung differenziert betrachten sollte.

Soziale Netzwerke  – Ein Überblick von medialeitwerk

Soziale Netzwerke gibt es wie Sand am Meer. International gesehen ist Facebook der erste Anbieter eines Netzwerkes in der Form, wie wir es kennen. Innerhalb von Deutschland galten die VZ-Netzwerke lange Zeit als Pionier, bis Facebook diesem Angebot den Rang ablief.

Es sollte geklärt sein, was man generell unter einem sozialen Netzwerk versteht. Konkret ermöglicht ein solches Webseitenangebot, mit anderen Benutzern zu interagieren und eigene Erfahrungen oder Meinungen zu teilen. So gesehen könnte YouTube auch als soziales Netzwerk angesehen werden, schließlich kann sich der Benutzer mit einem Video präsentieren, während andere mit Kommentaren Ihre Meinung kundgeben können.

Um das Netzwerk erfolgreich zu machen, müssen noch weitere Features den Nutzer überzeugen. Dazu gehört etwa ein personalisierter Aktivitäten-Feed oder eine Nachrichten- und Chatfunktion.

Generell ist zu sagen, dass ein Unternehmen in beliebten Netzwerken einen Eintrag haben sollte, wenn dazu eine wichtige Voraussetzung bereitgestellt werden kann: Das Profil des sozialen Netzwerks muss gepflegt werden. Das klingt im ersten Augenblick einfacher, als es im Endeffekt ist.

Zum Einen muss das Profil für Dritte attraktiv gestaltet werden. Dies funktioniert mit einer übersichtlichen Startseite und attraktiven Inhalten. Der Eintrag bei Facebook „Erstmal Kaffee machen…“ wird eher nicht dazu führen, dass Sie Ihre Reichweite bzw. Ihren Bekanntheitsgrad steigern können.

Außerdem ist ein Profil auf sozialen Netzwerken auch gleich eine Möglichkeit, Feedback zu  hinterlassen. Unkommentierte Reviews, egal ob positiv oder negativ, werden bei anderen Besuchern den Eindruck hinterlassen, dass diesem Unternehmen Rückmeldungen der Kunden egal sind. Große Unternehmen betreiben für die Online-Kommunikation daher ganze Abteilungen.

Es sollte verhindert werden, das Unternehmen in zehn Netzwerken gleichzeitig anzumelden, davon aber nur drei Netzwerke regelmäßig zu pflegen. Bei begrenzter Personalverfügbarkeit sollte also zunächst geprüft werden, welche Online-Profile überhaupt geschaltet werden sollten.

Hohe Nutzerzahlen sprechen für Facebook

Da sich Facebook mit der größten Userzahl brüsten kann, ist es aus unserer Sicht empfehlenswert, ein Unternehmensprofil dort zu hinterlegen. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Mit einer Facebook-Unternehmensseite bieten Sie Suchmaschinen eine weitere Adresse an, um auf Ihr Unternehmen aufmerksam zu machen
  • Sie können Feedback einholen und kommentieren
  • Sie können befreundeten Profilen mit wenig Aufwand auf neue Produkte oder Dienstleistungen aufmerksam machen

Dabei darf nicht vergessen werden, dass Facebook, wie andere Anbieter auch, ein gewinnorientiertes Unternehmen ist. Erst mit kostenpflichtiger Werbung können Sie Ihre Reichweite steigern.

Das Sorgenkind Google Plus

Das soziale Netzwerk von Google wird oft als Geisterstadt verschrien. Die Gründe dafür könnten einen weiteren medialeitwerk-Blogartikel ausfüllen, aber das soll an dieser Stelle nicht vertieft werden.

Fakt ist jedoch, dass die Nutzerzahl stetig steigt und das Potenzial für neue Benutzer hoch ist, da jeder Internetanwender mit einem Google-Account mit nur einem Klick ein Profil erstellen kann. Das Netzwerk ist intelligent genug, um den neuen Anwender Kontaktvorschläge basierend auf digitalen Kommunikationsverläufen (z.B. E-Mail) zu geben – Ihr Unternehmen könnte dabei sein.

Ein Artikel bei Google Plus wird in den Suchergebnissen präsent dargestellt.
Ein Artikel bei Google Plus wird in den Suchergebnissen präsent dargestellt.

Ein weiterer Aspekt ist die Suchmaschinenoptimierung: Ein Google-Plus-Beitrag wird in der Google-Suche so dargestellt, dass dieser eigentlich kaum zu übersehen ist.

Wir geben demzufolge hier die Empfehlung ab, sein Unternehmen auch Google Plus anzumelden.

Kurze Nachrichten für den Erfolg: Twitter

Twitter fungiert ähnlich wie die Statusfunktion von Google Plus und Facebook, mit einem kleinen, aber feinen Detail: Die Nachrichten dürfen maximal 140 Zeichen lang sein. Dies eröffnet der Kommunikation mit befreundeten Profilen („Follower“) ganz neue Wege: Informationen werden kurz und knackig präsentiert. Ausführliches Marketinggeschwurbel oder nicht-enden-wollende Texte sind bei dieser Plattform fehl am Platz.

Aus diesem Grund bietet sich für Unternehmen, die auf Twitter Beiträge posten, die Möglichkeit, Linktipps mit einer kurzen Erklärung abzuliefern.

medialeitwerk-twitter
In nur 140 Zeichen können Nutzern kurz und knackig über aktuelle Geschehnisse informiert werden.

Beiträge können von Nutzern markiert und mit Freunden geteilt werden. Twitter bietet damit die Möglichkeit, Ihre Links in die weite Welt bekannt zu machen.

medialeitwerk empfiehlt auch hier, ein Profil auf diesem Netzwerk zu schalten. Tipp: Folgen Sie für den Start einigen Unternehmen – oft wird im Gegenzug Ihr Account ebenfalls in den Feed dieses Unternehmens gesetzt.

Xing – für Einzelkämpfer?

Der Anbieter Xing kann ähnlich wie Facebook über ein langes Bestehen feiern: Vor über zehn Jahren wurde in Deutschland die Grundsteine für das Portal geschaffen. Es zählt im Vergleich zu Facebook und Google Plus jedoch nicht als soziales Netzwerk, sodern eher als Präsentationsplattform für Personen mit Fachkenntnis und zur Darstellung von Unternehmen.

Das Hauptaugenmerk liegt hierbei in der Möglichkeit, neue Mitarbeiter zu rekrutieren oder, aus der anderen Perspektive, sich selbst für ein anderes Unternehmen attraktiv in Szene zu setzen.

Eine gezielte Suche nach einer Dienstleistung oder einem Produkt wird auf Xing üblicherweise nicht ausgeübt. medialeitwerk empfiehlt, diesen Kanal nur dann zu betreiben, wenn Sie neue Kontakte zu Mitarbeitern anderer Unternehmen knüpfen möchten oder auf der Suche nach Mitarbeitern sind.

Fazit

Natürlich gibt es noch weitere Netzwerke, die für Ihr Unternehmen interessant sein können. Branchenspezifische Netzwerke sind interessant, Sie dürfen dabei jedoch nicht außer acht lassen dass die Reichweite der zu erreichenden Personen hier geringer ist.

Erwähnenswert sind Unternehmensseiten auf LinkedIn, jedoch ist dieses Netzwerk in Deutschland nicht sonderlich bekannt.

Zum Abschluss möchten wir noch einmal betonen, dass ein gut gepflegter Social-Media-Account wertvoller ist als zehn Profil-Leichen, die vor Jahren angelegt wurden und seither nicht mehr aktualisiert wurden.

Welche Social-Network-Accounts nutzen Sie? Bitte hinterlassen Sie uns einen Kommentar, wenn Sie auf interessanten Netzwerken vertreten sind, die nicht über einen hohen Bekanntsheitsgrad verfügen.

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