WordPress für Google einrichten

WordPress ist das beliebteste Content-Management-System weltweit. Im Bezug auf die Benutzerfreundlichkeit und Erweiterbarkeit ist dies aus Sicht von medialeitwerk durchaus nachvollziehbar.

Für unsere Kunden nutzen wir daher auch immer wieder gerne dieses Content-Management-System, sofern es das Anforderungsprofil zulässt.

Mit ein wenig Hintergrundwissen ist es auch möglich, ohne professionelle Hilfe einen einfachen WordPress-Blog aufzusetzen. Damit Sie dabei bei Google und anderen Suchmaschinen Erfolg haben, möchten wir Ihnen zeigen, worauf Sie bei der Installation und Einrichtung achten müssen.

Die Wahl des Hosting-Anbieters

Vermutlich tendiert der Privatanwender eher zu einer günstigen Hosting-Lösung. Dies ist grundsätzlich nicht verkehrt, sofern dieser die notwendigen Anforderungen mit sich bringt. Jedoch sollte berücksichtigt werden, dass meist die günstigen Angebote eine schlechte Performance bieten.

Da Google und andere Suchmaschinen unter anderem die Ladegeschwindigkeit einer Internetseite bewerten, ist eine sich langsam aufbauende Internetseite daher nachteilig.

Technische Voraussetzungen

Achten Sie ausreichend Speicherplatz (mindestens 100 MB, 1000 MB sind besser), auf die Unterstützung der Servertechnologie PHP (ab Version 5.4), die Bereitstellung einer MySQL-5-Datenbank und nach Möglichkeit das Vorhandensein der Servererweiterung mod_rewrite (mehr dazu unten).

Unser Tipp: Vergleichen Sie die Angebote und nutzen Sie nicht das kleinste Hosting-Paket. Im Zweifel lassen Sie sich beraten.

Die Installation

WordPress macht es seinen Nutzern besonders leicht, das System zu installieren. Daher gibt es hier auch nichts relevantes zu berücksichtigen, Sie sollten jedoch darauf achten, im letzten Schritt die Checkbox zu markieren, die die Indexierung durch Suchmaschinen erlaubt. Sollten Sie diese Option versehentlich nicht gesetzt haben, können Sie dies später unter „Einstellungen“ ändern.

Die Ersteinrichtung

Planen Sie Ihren Inhalt

Strukturieren Sie Ihren Inhalt wohlüberlegt: Aktuelle Nachrichten, FAQ-Beiträge oder Events sollten Sie stets als „Beitrag“ anlegen. Dieser Seitentyp erlaubt die Verknüpfung zu Kategorien und Schlagwörtern (Tags). Damit können Sie Ihren Besuchern eine wertvolle Navigationshilfe bereitstellen, die sich auf Ihrer Internetseite für ein bestimmtes Thema interessieren. Statische Inhalte, etwa Impressum, Kontakt oder die Willkommenseite sollten daher als „Seite“ angelegt werden.

Bieten Sie Ihrem Besucher ein aussagekräftiges Navigationsmenü an. Dies können Sie unter „Design“ -> „Menüs“ verwalten.

Welches WordPress-Template sollte ich nutzen?

Wichtig ist dabei, ein passendes Template zu benutzen. Die mitgelieferten Standard-Templates bieten eine gute Funktionsvielfalt, nachteilig dabei ist, dass Ihre Internetpräsenz dabei aussieht wie viele andere auch. Mehr Abwechslung bieten dabei Templates von Drittanbietern, die jedoch meist kostenpflichtig sind. Egal ob kostenlos oder gegen Bezahlung: Informieren Sie sich bei dem Erwerb von Templates, mit welchen Technologien dieses Template ausgestattet ist. Achten Sie darauf, dass das Template für mobile Endgeräte geeignet ist und nicht zu viele Abhängigkeiten externer Plugins erfordert (mehr dazu weiter unten). Bei kostenpflichtigen Templates gibt es meist eine Kommentarrubrik, bei der Sie aus den Kommentaren der Nutzer einen Eindruck von möglichen Problemen erhalten können. Fragen Sie im Zweifel direkt bei dem Entwickler nach.

Unser Tipp: Templates, die mit Frontend-Frameworks wie etwa Bootstrap entwickelt wurden, sind leicht erweiterbar und bieten eine gute Unterstützung für mobile Endgeräte nativ.

Bereitstellen von Inhalten

Planen Sie bereits im Vorfeld, welche Inhalte Sie anlegen möchten. Wichtig ist, auch im Bezug zur Suchmaschinenoptimierung, dass Sie dem Besucher informative Inhalte anbieten können. Eine Internetpräsenz, die lediglich aus einem kurzen Einleitungstext und einer Kontaktseite besteht, bietet dem Benutzer keinen Mehrwehrt, was zur Folge hat, dass Google diese Seite eher nicht auf die erste Seite der Trefferliste setzt.

Unser Tipp: Bereiten Sie zur Veröffentlichung bereits einige Inhalte vor. Als Faustregel sollten Sie drei statische Seiten und drei Blogbeiträge bereitstellen. Nehmen Sie sich vor, jede Woche mindestens einen neuen Beitrag zu schalten. Nur so bemerkt Google, dass Ihre Seite regelmäßig gepflegt und gewartet wird.

URL-Konfiguration

Achten Sie auch auf die Einstellungsmöglichkeit, suchmaschinenfreundliche URLs zu nutzen. Klicken Sie dazu auf „Einstellungen“ -> „Permalinks“ und wählen Sie bei dem URL-Schema die Option „Beitragsname“ aus. Damit schaffen Sie eine solide Grundlage, bereits in der URL über das Thema der Interentseite aufmerksam zu machen.

Voraussetzungen für „schöne“ Permalinks

Diese Aktion können Sie nur problemlos ausführen, wenn die WordPress-Installation Schreibrechte in dem Stammverzeichnis besitzt. Dies können Sie entweder in Ihrem FTP-Programm oder direkt im Administrationsmenü Ihres Hostinganbieters einstellen.

Eine weitere Voraussetzung für diesen Schritt ist die Unterstützung einer Servererweiterung namens mod_rewrite. Wenn Ihr Hostinganbieter dieses Plugin nicht vorinstalliert hat, gibt es meist keine Möglichkeit, dies nachträglich hinzuzuschalten.

Die Wahl der richtigen Plugins

Für WordPress existiert eine Vielzahl von Plugins, die verschiedene Zusatzfunktionen für Ihren Blog anbieten. Einige darunter sind nützlich, um Ihre Internetseite suchmaschinenfreundlich zu gestalten.

In erster Linie zählt dazu das Plugin „Yoast SEO“. Dieses bietet Ihnen u.a. die Möglichkeit, individuelle Meta-Beschreibungen für Ihre Seiten anzulegen, Ihren Seiteninhalt zu analysieren und eine XML-Sitemap bereitzustellen.

Empfehlenswert ist darüber hinaus auch „JetPack“, welches übersichtliche Zugriffsstatistiken anbietet.

Bei der Suche nach Plugins stoßen Sie sicherlich auf weitere interessante Erweiterungen. Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, diese auf Ihrer Seite zu installieren, müssen Sie dabei zwei Dinge berücksichtigen:

  1. Achten Sie auf die Aktualität der Erweiterung. Nicht jedes Plugin wird aktiv weiterentwickelt, was zur Folge hat, dass es nicht mehr mit Ihrer WordPress-Version kompatibel ist.
  2. Einige Plugins erfordern die Unterstützung des Templates. Das bedeutet, dass die Programmierung des Templates ggf. angepasst werden muss, um das Plugin nutzen zu können.
  3. Achten Sie darauf, nicht zu viele Plugins zu aktivieren. Jedes Plugin beeinflusst die Performance Ihrer Internetseite negativ.

Verknüpfung mit Google

Das genannte Plugin generiert automatisch ein digitales Inhaltsverzeichnis (XML-Sitemap). Diese sollten Sie Google zur Verfügung stellen, um die Indexierung zu erleichtern.

SEO-Plugins

Wenn Sie das Yoast-SEO-Plugin aktiviert haben, wird dieses Sie auch darauf aufmerksam machen, Ihren Blog mit der Google Search Console zu verbinden. Das Plugin liefert dazu eine Beschreibung zur Vorgehensweise. Sie können Ihren Blog auch eigenständig mit der Google Search Console verknüpfen. Sie benötigen zur Nutzung der Search Console einen gültigen Google-Account.

Google Search Console

In der Search Console besuchen Sie dazu den Menüeintrag „Sitemaps“. Hier können Sie den Pfad zu Ihrer Sitemap angeben. Nach etwa einem Tag hat Google alle Verknüpfungen des Inhaltsverzeichnisses indexiert.

Google Analytics

Wenn Sie detailliertere Statistiken wünschen, können Sie auch den Google-Dienst „Analytics“ nutzen. Wie Sie Google Analytics mit Ihrem Blog verknüpfen, wird von Google anschaulich erklärt.

Ein Wort zu SEO-Plugins

Sicherlich werden Sie auch andere Plugins finden, die Funktionen zur Suchmaschinenoptimierung anbieten. Man erhält schnell den Eindruck, dass man durch die Installation des Plugins bereits alles erledigt hat, um die Seite suchmaschinenoptimiert bereitzustellen. Das ist falsch: Derartige Plugins bieten Ihnen lediglich die Funktion zur Anpassung gewisser SEO-Faktoren (etwa die Metabeschreibung) – Pflegen müssen Sie die Inhalte jedoch selbst.

Darüber hinaus sollte immer nur ein SEO-Plugin genutzt werden. Erweiterungen unterschiedlicher Anbieter behindern sich in diesem Punkt oft nur gegenseitig.

Publikum gewinnen

Die schönste Internetseite nutzt nichts, wenn sie nicht besucht wird. Lassen Sie die Internetadresse auf Ihre Visitenkarte drucken, rühren Sie die Werbetrommel bei sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter, erzählen Sie Ihren Bekannten von Ihrer Internetseite und hinterlassen Sie in Kommentarspalten den Link zu Ihrer Internetseite, sofern dies vom Anbieter zugelassen wird. Bei gewinnorientierten Internetseiten ist auch über den Einsatz von kostenpflichtigen Werbemaßnahmen, etwa Google AdWords, nachzudenken.

Pflege und Wartung

Es ist falsch zu glauben, man hätte nach der oben genannten Ersteinrichtung alles getan, um die Internetpräsenz für Google optimal bereitzustellen. Wichtig ist, wie oben bereits genannt, dass Sie Ihre Seite regelmäßig mit neuen, interessanten Inhalten aufwerten.

Halten Sie WordPress immer aktuell!

Zudem sollten Sie keine Scheu haben, WordPress zu aktualisieren. Eine Systemmeldung nach dem Login informiert Sie über eine neue Softwareversion, die Sie mit wenigen Klicks installiert haben. Die Aktualisierung ist empfehlenswert, weil damit meist Sicherheitslücken geschlossen werden oder neue Features für Ihre Interentseite bereitgestellt werden.

Fazit

Mit ein wenig Hintergrundwissen ist es möglich, einen WordPress-Blog zu installieren. Die richtigen Maßnahmen Ihrerseits stellen eine solide Basis für eine suchmaschinenoptimierte Internetseite dar. Vergessen Sie jedoch nicht den Leitsatz, den Ihnen jede Suchmaschinen-Agentur rauf- und runterbeten wird: „Content is King“. Damit ist gemeint, dass eine Seite nur dann Erfolg hat, wenn Sie informative Inhalte bereitstellt. Sie selbst sind also hauptverantwortlich für den Erfolg und Misserfolg Ihrer neuen Internetseite.

Dies erfordert natürlich Zeit und ein gewisses technisches Verständnis. Wenn Sie weitere Möglichkeiten ausnutzen möchten, mit Ihrer Seite bei Google nach „ganz oben“ zu kommen, sollten Sie eine professionelle Agentur beauftragen.

 

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